Liebe Gäste,

schön, dass ihr euch für einen Aufenthalt in der Griesen Gegend entschieden habt. Die Landschaft zwischen Elbe, Elde und Rögnitz ist geprägt von ausgedehnten Kiefernwäldern und landwirtschaftlichen Kulturpflanzen, die auf unseren sandigen Boden gedeihen. Der Sand, so erzählt man sich, hat der Gegend einst auch den Namen "gries" für grau gegeben. Hier in Conow entdeckte man um 1300 die Salzquellen. Damals war Salz ein wertvolles Gut und man begann mit dem Salinenbetrieb. Über sieben Jahrhunderte setzte sich die

Nutzung der Rohstoffe des Wanzeberges fort. Es wurde Salz, Ton, Kies und Kohle abgebaut und es entwickelte sich dazu die verarbeitende Ziegel- und

Holzindustrie. Die Bergbautradition endete 1960 mit der Schließung des letzten Braunkohlenschachtes. Malliß hielt an der industriellen Entwicklung fest und baute ein großes Spanplattenwerk um die Arbeiter weiter beschäftigen zu können. Zu seinen besten Zeiten waren hier über 300 Menschen beschäftigt. Heute erinnern daran nur noch die unterschiedlichen Straßennamen, wie: 
Am Bergwerk, Am Kalischacht, Am Spanplattenwerk, Salinenstraße und

Ziegeleistraße. Unser Infozentrum mit der Radstation befindet sich auf dem

Gelände des ehemaligen Spanplattenwerkes und die beiden Gebäude waren teils

Lagerhallen und zum anderen beherbergten sie die Sanitätsstelle des Werkes mit Betriebsarzt und Zahnarzt. Die Unterkünfte 'Wartezimmer" und "Labor" tragen ihre Namen nach der früheren Funktion der Räume. Die "Waschkaue" weist auf die Bergbaugeschichte des Ortes hin und zeigt auch einen originalen

Kauenhaken mit Korb, wie ihn Bergleute bis heute für die Aufbewahrung ihrer

Bekleidung nutzen. Onkel Toms Hütte findet ihr hinten auf dem Hof. Sie ist aus Holz und steht auf dem früheren Holzplatz des Spanplattenwerkes. Daher stammt auch noch der befestigte Weg zum Laubengang. Eine Besonderheit vieler Produktionsbetriebe in der DDR-Zeit war die Abteilung "Polytechnik".   Hier konnten Schüler ab der 7. Klasse  ihre handwerklichen Fähigkeiten austesten. Die großen Letter an der Eingangsrampe sind während des Unterrichts der Klasse 7a (etwa 1986) aus alten Pressblechen des Plattenwerkes entstanden.

 Wenn ihr ein wenig Zeit mitgebracht habt, informiert euch gern über weitere Zeugnisse der Industrievergangenheit des Ortes oder wandert mit unserer Entdeckerrouten-App zu den Sehenswürdigkeiten. Gastgeber Bernd kennt aber auch sonst noch spannende Geschichten, die er sich an lauen Sommerabenden bei einem kühlen Getränk gern entlocken lässt.